Was macht eine Stillberaterin?

Die Stillzeit ist für viele Familien eine sensible und emotionale Zeit. Viele Meinungen prallen auf die frischgebackene Mutter (und auf den/die Partner/in) ein. Und viele dieser Meinungen betreffen das Thema Stillen: zu viel, zu wenig, zu oft, zu selten, falsch, richtig, ... Manchmal werden den Eltern auch Dinge empfohlen, die sich tief im Herzen einfach falsch anfühlen.

Aber für genau diese besondere Zeit, die eigentlich etwas schönes sein sollte, gibt es Stillberaterinnen. In diesem Blogartikel möchte ich dir erklären, wie man Stillberaterin werden kann, was die Arbeit abdeckt und wie du die passende Stillberaterin für dich findest.

Wie findest du die passende Stillberaterin für dich und deine Familie?

Wie wird man Stillberaterin?

Der Begriff "Stillberaterin" oder "Still- und Laktationsberaterin" ist nicht geschützt. Jede*r kann sich so nennen. Es gibt einige besondere Fortbildungen in diesem Bereich, die mit einem geschützten Titel einhergehen (z. B. Still- und Laktationsberaterin IBCLC und Stillspezialistin®). Es gibt aber auch Fortbildungen, die einen Abschluss ohne geschützten Titel anbieten. Meine Ausbildung war eine Ausbildung ohne geschützten Titel, du findest mein(e) Zertifikat(e) hier. In solchen Aus-/Fortbildungen werden Themen wie Anatomie und Physiologie der Brust, Stilltechniken, Laktationsmanagement und Beratungskompetenzen behandelt. Du kannst jederzeit eine Beraterin nach ihren Fortbildungen, ihren Erfahrungen und auch ihren Zertifikaten fragen.

Wie in jedem anderen Beruf auch gibt es unter Stillberaterinnen verschiedene Ansätze und Haltungen. Ein Blick auf den Social-Media Account, die Website oder den Flyer der entsprechenden Beraterin kann dir einen ersten Eindruck der Arbeitsweise vermitteln. Dadurch, dass Stillberaterinnen nur selten von der Krankenkasse übernommen werden, müssen die Kosten von den Familien selbst getragen werden. Ein Erstkontakt ist meistens jedoch kostenfrei, so kann die Familie schon mal erste Herangehensweisen und auch Arbeitseinstellungen erfragen.

Was sind die Arbeitsbereiche von Stillberaterinnen?

Die Arbeit als Still- und Laktationsberaterin ist eine umfassende Beratertätigkeit, die weit über das Verständnis von Anlegetechniken und Stillpositionen hinausgeht.

Das Ziel ist es, Müttern nicht nur technische Fähigkeiten zu vermitteln, sondern auch eine unterstützende Hand in diesem einzigartigen und manchmal herausfordernden Kapitel des Mutterseins zu bieten. Jede Mutter hat ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Ängste und Freuden, und wir Beraterinnen helfen mit Einfühlungsvermögen und Fachkenntnissen.

Die Arbeit beginnt oft mit dem Stillwunsch, begleitet von Fragen, Unsicherheiten und manchmal auch Schmerzen. Hier setzt die Aufgabe als Beraterin an – gemeinsam erkunden wir die Bedürfnisse des Babys und der Mutter, finden Lösungen für mögliche Herausforderungen und schaffen eine Atmosphäre des Vertrauens.

Stillhütchen, Beruhigungssauger und andere künstliche Sauger, sowie das sensible Thema des Abstillens – all diese Themen spielen eine Rolle in der Stillzeit und können in Beratungen, sowie auf diesem Blog behandelt werden.

Wann braucht man eine Stillberaterin?

Am besten kontaktierst du eine Stillberaterin schon während der Schwangerschaft und besuchst einen Stillvorbereitungskurs oder buchst ein 1:1 Coaching (z.B. hier*). Hier lernst du all die wichtigen Dinge, die du zum Start deiner Stillbeziehung brauchst, denn die ersten Stunden nach der Geburt haben eine große Auswirkung auf eure Stillbeziehung. Im Krankenhaus ist leider oft nicht genügend Zeit, um auf die individuellen Bedürfnisse von Mama und Säugling einzugehen, daher ist es optimal, wenn die Mama das Wissen und Selbstbewusstsein über das erste Anlegen schon mitbringt.

Sollte dein Baby bereits auf der Welt sein, dann ist es noch nicht zu spät. Von Frühchen über Reifgeborene bis hin zu Kindern mit besonderen Bedürfnissen (beispielsweise Kinder mit Trisomie 21): alle diese Kinder profitieren von Muttermilch. In jedem Falle macht es Sinn, eine Stillberaterin zu kontaktieren, wenn du dich in deiner Stillbeziehung unsicher fühlst, Fragen oder sogar schon Schmerzen hast.

 

Zusammenfassend: Im besten Falle besuchst du einen Stillvorbereitungskurs, aber spätestens, wenn du verunsichert bist und allerspätestens wenn du Stillen als zu anstrengend und schmerzhaft oder beängstigend empfindest, dann ist es Zeit, eine Stillberaterin deiner Wahl zu kontaktieren.

Und zum Schluss...

Ich hoffe, mit diesem kurzen Blogartikel konnte ich dir einen groben Überblick über die Arbeit von Stillberaterinnen verschaffen und auch grob die Antwort auf die Frage geben, wer überhaupt eine Stillberatung in Anspruch nehmen darf/kann/soll/muss :-). 

Dieser Blog wächst weiter mit deinen Fragen und deinem Feedback - daher freue ich mich über eine Nachricht hier über das Kontaktformular oder über meinen Instagramkanal

 

In Liebe,

Sabrina

 

 

 

 

*in diesem Artikel benutze ich vorwiegend die Bezeichnung "Stillberaterin". Da dieser Begriff nicht geschützt ist (bis auf ein paar Ausnahmen, die ähnlich klingen), kannst du bei verschiedenen BeraterInnen auf verschiedene Begriffe stoßen, die aber ähnliche Aufgabengebiete abdecken. Desweiteren kann es natürlich auch männliche Stillberater geben, ich möchte mit der Bezeichnung niemanden ausschließen. Allerdings kenne ich persönlich keine männlichen Stillberater und bleibe daher bei der verbreiteteren, weiblichen Form.

Stand dieses Eintrages: 27.02.2024, Verfasserin: Sabrina Grabow, In Liebe Stillen

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